ee-red (oder auch australian red)

Bei ee-red müssen beide Elternteile Träger dieser Farbe sein.
Welpen in dieser Farbe sind bei Geburt teilweise fast weiß, man kann oft keine Zeichnung erkennen, auch eine caramel-Färbung ist möglich, die Farbe variiert also von nahezu weiß bis dunklem Caramel.
Ein fast weißer Welpe bei Geburt dunkelt aber in den allermeisten Fällen stark nach, sodass später oft kein Unterschied zu seinen evtl in dunkel Caramel geborenen Geschwistern zu sehen ist.
Vergleichsweise hierzu kann man die unterschiedliche Färbung der tan Abzeichen beim Tricolor sehen – auch hier variiert die Farbe von sehr hellem Creme bis zum dunklen Caramel.

Pigmentierung an Nasenspiegel, Lefzen und Augenrändern können von schwarz über schiefergrau bis hin zu sehr hellem braun (leber) sein.

Bei einem ee-red fehlt das Eumelanin komplett, so dass das Phaeomelanin komplett zum Tragen kommt, dh die erkennbare Fellfarbe ist alleine das „Tan“.
Eine Genkombination „ee“ unterdrückt ein sichtbares schwarz oder rot(braun), aufgrund des fehlenden Eumelanins.
Einzig sichtbar ist hier dann die darunter liegende „gelbliche“ Farbung (entsprechend dem Tan beim Tri).
Es ist durchaus möglich, das bei einem ee-red BorderCollie die Augenränder schwarz pigmentiert sind, die Lefzen aber eher leberfarben, die Nase ebenso.

Bei ee-red sind die gesamten Haare in der gleichen Farbe, nicht wie beim Zobel die Haarspitzen dunkel gefärbt.

Da ee-red vor einigen Jahren bereits in Walisischen Linien der ISDS aufgetreten ist und auch in jüngerer Zeit Würfe von teilweise rein-ISDS gezogenen Elternteilen mit ee-red Welpen vorkamen, geht man mittlerweile davon aus das dieser Farbschlag in den englischen Linien durchaus früher auch vorkam, diese Welpen aber wohl, da wie erwähnt teils nahezu weiß bei der Geburt, von den Farmern „entsorgt“ wurden. Eine Einkreuzung des bis in die jüngere Zeit nahezu homogen gehaltenen Genpools in Neuseeland und Australien, (dort wurden diese Welpen aufgezogen und mit ihnen auch weitergezüchtet – sprich, dieses Farbgen ist dort sehr viel häufiger vertreten) lässt nun ein viele Generationen versteckt weitervererbtes Farbgen wieder in Erscheinung treten.

Ein ganz normaler Erbgang führt also zu dieser Farbe, keine Mutation eines Gens wie von einigen Leuten vermutet.

Leider – wie ich finde – „vermehren“ einige „Züchter“ in letzter Zeit nur noch nach Farbe, so werden Verpaarungen nur noch so geplant, das möglichst bunte Würfe entstehen – auf Gesundheit, Charakter usw wird nur noch wenn überhaupt irgendwo an xx.ter Stelle Rücksicht genommen.

Das betrifft aber nicht nur ee-red; vor einiger Zeit war red-merle in Mode, dann blue-white, braun-white, blue-merle – alles was nicht schwarz-weiß und klassisch gezeichnet ist.

Züchter die aus ihren eigenen Würfen dann einen farbigen Welpen behalten, auch wenn schwarz-weiße im Wurf waren werden mit „den hat der nur wegen der Farbe behalten“ betitelt - evlt war aber der farbige Welpe der Beste in Bezug auf Gebäude, Wesen????

Seit es einen DNA-Test auf Farbträgerschaft beim BorderCollie gibt werden vermehrt Verpaarungen nur aufgrund einer bestimmten Fellfarbe vorgenommen.
Ich finde dies sehr schade.
Ich habe nichts gegen farbige Borders, ganz im Gegenteil!
Aber sollte man nicht viel wichtiger als nach Farbe zu züchten versuchen, den BorderCollie in seinen grundlegenden Eigenschaften zu erhalten, seinen Arbeitseifer egal in welchen Bereichen, seine Alltagstauglichkeit verbessern???

Autor:
Christina Weinfurtner, Kuhaylans BorderCollies

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Nach dem derzeitigem Kenntnisstand geht man von 7 Genorten für die Farbvererbung aus :

A   (Agouti)  für die Farben Zobel (ay ) und Tricolour (atat)
      A = vollständige Farbe   ay = Zobel      at = Tricolour

B   (Schwarz/Rot) für die Farben Schwarz-weiß und Rot-weiß
      B= schwarz      b = rot (braun, chocolate)

D   (Verdünnt) für die Farben Blau-weiß und "lilac"
      D = nicht verdünnt   d = verdünnt

E   (Farbausdehnung) für die Farbe "Australian Red"
     E = Eumelanin vorhanden   e = Eumelanin unterdrückt

M   (Merle) für die Farben Blue-merle, Red-merle usw.
      M = Merle    m = nicht-Merle

S   (Scheckung) für die Scheckung bei allen Grundfarben
      S = vollständig pigmentiert    s = gescheckt

T   (Ticking) für die Ausbildung von "mottles"
      T = mottled    t = nicht-mottled

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...und für Neugierige die sich gerne mal einen BorderCollie "basteln" wollen,
empfehlen wir dieses link:  ;o)