Mein amerikanisches Abenteuer oder:
Wie
komm ich zu meinem Welpen??
26-02-03
wieder sind keine Tickets in der Post, morgen früh
geht mein Flieger, und ich hab noch keine Flugtickets.
Telelfoniere mit Traveltopia – eine Angestellte
versichert mir, sie wolle sich glich darum
kümmern und mich zurückrufen.
Vorsichtshalber rufe ich auch selber bei Northwest
Airlines an, der Herr am Tel ist sehr nett und meint, es wäre kein Problem
Tickets nochmals auszustellen.
Nachmittags wieder Anruf bei Reisebüro – die Angestellte
vom Vormittag ist nach Hause gegangen, hat nichts veranlasst.
Ein junger Mann will sich erkundigen und mir
Bescheid geben.
Rufe nochmals bei NW am Frankfurter Flughafen an,
der Herr am Tel meint, ich solle einfach kurz am anderen Morgen bei KLM am
Schalter vorbeisehen, er würde neue Tickets dort für mich hinterlegen.
Reisebüro meldet sich, ich solle 3 Stunden vor
Flug bei NW sein, dort ein Formular ausfüllen und dann würden neue Tickets
gedruckt werden – Kostenpunkt 65 Euro, zu überweisen vorab an Reisebüro.
Nochmaliger Anruf bei NW am Flughafen, neue
Tickets kosten 11,50 Euro, Rechnung geht direkt an Reisebüro....
Na, das kann ja was werden, mir schwant
schlimmes.....
27-02-2003
Ulrich, Helmuts Freund, ist wie versprochen um 7
bei uns, ohne Stau geht es nach Frankfurt, Ankunft am Airport um 8.15 Uhr.
Tickets liegen wie von NW zugesichert am Schalter
der KLM – super!
Gehe gleich zum NW Schalter um meinen Koffer los
zu werden.
Weil noch recht wenig los ist, wird er gleich mal
durchsucht – klasse!
Warum immer ich???
Weiter zum CheckIn, dann zur Sicherheitskontrolle
Nr 1:
Detektor schlägt an, hab aber nix in den Taschen,
auch keinen Gürtel – lege Uhr ab.
Detektor schlägt weiter an, da kommen mir meine
Ersatzteile im Knöchel in den Sinn, und ich weise die Beamte darauf hin:
Soll meinen rechten Schuh ausziehen.
Detektor schlägt weiter an.
Den Strumpf auch noch.
Detektor schlägt weiter an.
Hose kochziehen, damit sie den blanken Fuß sehen
kann.
Detektor schlägt immer noch an.
Zum Glück glauben die mir jetzt, und ich kann, auf
einem Bein hüpfend und mit Socken und Schuh in der Hand durch die
Kontrolle...;o)
Lachend-lästernd erzähle ich Aurela am Handy
davon...;o))
Nächste Kontrolle, gleiches Spiel: wieder hüpft
Christina mit „ohne Schuh und Socken“ auf einem Bein durch die Schleuse....
Kontrolle Nr3: wie vorher schon 2x.
Vor dem eigentlichen Warteraum der NW-Airlines
noch mal das gleiche Bild, nur das ich mir diesmal schon vor der Schleuse den
rechten Schuh und Strumpf ausziehe und auf einem Bein mit hochgekrempelter
Jeans durch die Schleuse hüpfe...;o)) funny!
Endlich hab ich den Warteraum der Northwest Air
erreicht, noch eine Halbe Stunde bis zum Abflug nach Detroit.
Es ist schon interessant, wer alles nach Detroit
will:
Familien mit kleinen Kindern in Kinderwägen, jede
Menge Männer mit Turban, bestimmt 20-25 tief verschleierte Frauen in Begleitung
ihrer Männer, sogar schwarze Handschuhe tragen sie. Die kleinen Mäödchen sind
zwar nicht verschleiert, haben aber unmengen wirklich schöne Henna-Tatoos an
den Armen & Händen.
Es gibt viel zu beobachten, auch das Flugzeug, das
direkt vor dem Warteraum aufgetankt und gewartet wird.
Endlich wird der Flug aufgerufen, und der Reihe
nach besteigen wir das wartende Flugzeug: zuerst die 1.Klasse, dann die
normalen den Sitzreihen nach.
Schließlich sind alle Passagiere verstaut, die
Gangway wird eingezogen und das Flugzeug rollt pünktlich zur Startbahn.
Dort müssen wir noch warten, und mit einer halben
Stunde Verspätung geht’s ab gen Detroit USA.
Im Flugzeug verteilt eine Stewardess je 3
verschiedene Zettel: da wir für USA kein Visa mehr benötigen, muss jeder
Passagier einen grünen Einreiseantrag ausfüllen. Dann noch ein weißer für das
Bureau of Acriculture (Landwirtschaftsministerium) und einen anderen weißen,
auf dem einen Kontaktperson mit Adresse und TelNr angegeben werden muss.
Unsere Flugroute führt uns von Frankfurt über
Amsterdam, oberhalb UK und unterhalb von Grönland über den Atlantik über Canada
nach USA, den gesamten Flug über haben wir strahlenden Sonnenschein – First
Class Weather!
Um 13.45 Uhr Ortszeit (minus 6 h zur MEZ)
erreichen wir Detroit, nach dem Verlassen des Flugzeuges müssen wir zuerst
durch die Passkontrolle der Einwanderungsbehörde, der Mann am Schalter wollte
irgendwas von mir, keine Ahnung was, er hat derart genuschelt und so schnell
irgendwas vor sich hingemurmelt, auch nach 2 maligem Nachfragen blick ich nicht
durch, nicke nur und reiche ihm Pass und die 3 Zettel vom Flugzeug.
Den grünen Wische (anstelle des Visas) stempelt er
ab und gibt mir einen Abschnitt wieder, die beiden anderen guckt er nicht mal
an.
Ich kann weiter zum Kofferband und meinen Koffer
aufsammeln, mit dem muß ich durch eine weitere Kontrolle, wieder will der Mann
am Schalter nachdem er in seinen Computer geblickt hat irgendwas von mir, (ein junges Mädchen, sie kommt aus Stuttgart
und hat wie ich vorhin auch nichts verstanden-
hinter mir kichert, wir haben schon am vorhergehenden Schalter an
unseren Englischkenntnissen gezweifelt), ich frage noch einmal nach, bitte ihn doch
etwas langsamer zu reden – nun endlich versteh ich ihn! Freu – ich soll
mit Koffer in eine art Glasbüro, wieder mit Gepäckbändern &
Röntgenmaschinen ausgestattet, gehen.
Ich mache mich auf den Weg, Bureau of Acriculture
steht da, aha, Landwirtschaftsbehörde – was die wohl von mir wollen??
Einen junge Frau am Schalter fragt mich, ob ich
irgendwelche Lebensmittel einführen würde, ich verneine, dann tippt sie was in
ihren Computer, guckt mich an, schaut wieder in den Puter – ob ich meine Schuhe
bei uns auf der Farm getragen hätte? Oder solche mitführen würde??
Woher zum Donnerwetter wissen die, das wir einen
Bauernhof haben??
Haben die die Adressen sämtlicher landwirtschaftlicher Betriebe in ihrem
Rechner gespeichert??
Ich sage ihr, das ich auf der Farm andere Schuhe
tragen würde, zeige ihr meine helllila Wildlederschuhe von Wolfskin – sie nickt
– Juchuh! Sie hat mich verstanden! Freu, hievt meinen Koffer wohl zum
10. Mal auf ein Röntgenband (ein Glück das der weder schwanger ist noch Krebs
bekommen kann!) und ich darf danach das Büro verlassen.
Ca 30 Meter weiter ist die nächste Kontrolle,
wieder werden wir alle gescannt, dann muß ich den Koffer entriegeln, das
Handgepäck wird nochmals gescannt und schliesslich kann ich mich auf den Weg zu
Gate 73 machen, wo meine Maschine nach Minneapolis um 15.05 Uhr abfliegen soll.
Detroit Airport ist ein sehr großer Flughafen,
dessen Terminals mit einem Shutteltrain verbunden sind, Gate 73 liegt am
entgegengesetzten Ende des Flughafens.
Ich werfe noch einen Blick auf den Computer mit
den Abflugzeiten, alles OK, Boardingtime ist ab 14.40 an Gate 73, suche mir ein
sonniges Plätzchen und mach ein Nickerchen.
Gegen 14.30 Uhr werfe ich noch mal einen Blick auf den Computer am Gate,
Aha, zuerst noche in Flug nach Atlanta, na, wir werden wohl gleich danach dran
sein, und kehre zurück zu meinem Sonnenplatz.
Es wird 14.45 Uhr, langsam wird mir etwas mulmig
und ich geh zum Schalter und frage ob der Flug nach Minneapolis viel Verspätung
habe. Die junge Frau am Schalter sieht in ihrem Computer nach, nein, er flöge
planmäsig von Gate 23 – das ist am entgegengesetzten Ende des Airports – ab.
Das darf doch wohl nicht wahr sein, die haben einfach das Gate geändert ohne
was davon zu sagen! Also Beine unter den Arm geklemmt und im Galopp wieder
zurück, und mit der Shuttletrain zum zu Gate 23.
Gate 23 liegt total verlassen, keine Menschenseele
weit und breit.
Dann kommen zwei junge Männer mit einem Rollstuhl
durch die Türe, wohl vom Flugzeug. Ich gehe zu ihnen, sage ich müsse in dieses
Flugzeug, sie schütteln den Kopf, die Tüpren wären schon zu – es ist 15.05 Uhr.
Schließlich geht einer der beiden nochmals zum Flugzeug und kommt in Begleitung
eines sehr freundlichen Mannes zurück. Die Streifen an seiner Uniform verraten
mir, es handelt sich wohl um den Flugkapitän. Wir hetzten im Laufschritt zur
Maschine, hinter uns werden die Schoten entgültig dicht gemacht und das
Flugzeug verlässt pünktlich um 15.15 Uhr Detroit Richtung Minneapolis.
Lake Michigan ist total zugefroren, meterhohe
Eisschollen türmen sich aufeinander, nur eine schmale Rinne wird von einem
Schiff – wohl ein Eisbrecher – freigehalten und befahren.
Die gesamte Landschaft ist dick mit Schnee
bedeckt, dazu strahlender Sonnenschein – herrliches Flugwetter!
Um 16.00 Uhr erreichen wir Minneapolis, und von
hier geht es gegen 17.10 Uhr Ortszeit weiter nach Boise/Idaho, welches wir nach
einem ruhigen Flug ca 20 Minuten früher als geplant um kurz vor 19 Uhr Ortszeit
(-8 h zur MEZ) erreichen.
Carol & Ed erwarten mich wie versprochen an
der einzigen Rolltreppe des kleinen Airports und begrüßen mich herzlich.
Zusammen fahren wir mit ihrem Van in das 18 Meilen entfernte Kuna, und beim
Öffnen der Haustüre stürmen 2 Bordercollies auf mich zu und fangen erst mal an
zu bellen.
Es sind MEIN Paddy & seinen Mutter Samantha –
mann ist der süüüüüüss!
Mama Samantha ist gleich bei mir, fordert
Streicheleinheiten, während Paddy erst mal etwas reserviert ist und Abstand
hält – nur nicht anfassen lassen!
Wir sitzen noch eine Weile im Wohnzimmer zusammen,
ich habe Samantha und mindestens eine der drei Hauskatzen auf dem Schoss, alles
will gestreichelt werden – nur Paddy hält immer noch Sicherheitsabstand.
Und welch ein Wunder: wir unterhalten usn und ich
versteh die beiden! Und sie mich wohl auch, denn sie lachen über meine
Geschichte mit der auf einem Bein hüpfenden Christina am Airport! ;o)
28-02-2003, Freitag
nach einem ausgiebigen Frühstück mit lecker Ham
& Eggs fahren wir mit Paddy zum VetHospital für das Attest welches er für
den Flug benötigt. Er wiegt mit seinen 6 Monaten schon 32 lbs (ca 15kg).
Es ist schon Wahnsinn, wie die TA Praxen hier
aussehen: es gibt einen Notaufnahme, 2 verschiedene Wartebereiche, eine Art
Quarantänestation mit eigenem Wartebereich für Hunde mit evtl ansteckenden
Krankheiten, einen Shop wo man wirklich alles was zur Grundausstattung für
beinahe jedes Haustier gehört bekommen kann, für jede Tierart ist ein
spezialisierter TA da, WOW!
Nachdem Paddy untersucht wurde und mit uns ein
Schwätzchen über seine bevorstehende Reise gehalten wurde und noch ein paar
Ratschläge hierfür weitergegeben, druckt der TA sofort die Rechnung mittels des
Computers (in jedem Behandlungsraum zu finden) aus, Carol schreibt einen Scheck
aus und wir verlassen die Klinik.
Danach bringen wir Paddy heim und machen eine
Shoppingtour durch ein riiiiiesen Petstore und den unvermeidlichen Walmart –
Boise hat knapp 6000 Einwohner aber 3 Walmarts (ca alle 5 Meilen ist einer) und
bald ein jeder Ecke eine Art riesigen Supermarkt..... ;o)
Danach haben wir mit den Hunde gearbeitet – Carol
macht Obedience – es ist toll, mit so gut ausgebildeten und arbeitsfreudigen
Tieren laufen zu können...;o))
Und überhaupt, Carols Hunde!
Es gibt 4 BorderCollies, (Paddys Eltern und Toby & Clover, seinen 2 Jahre
älteren Vollgeschwister) und 6 Aussies – und was für Aussies!
So wunderschöne Hunde hab ich in D noch nie
gesehen!
2 black-tri (Rü & Hü), eine bluemerle Hü, ein
blue-merle mit tan Rü, ein wunderschöner red-tri Rüde in Paddys Alter, und eine
red-tri Hündin. Alle Hunde, ob Aussie oder BorderCollie, haben eine
unglaubliche Ausstrahlung, wahnsinnsgänge und sind so was von auf ihr Frauchen
Carol fixiert – man sieht, sie sind nicht nur im Zwinger sondern arbeiten
auch...
Carol hat die Rüden im ehemaligen Pferdestall
untergebracht, sie haben hier Einzelzwinger mit Klappen in jeweils seperate
Ausläufe, dazu kommen sie noch mehrmals täglich in Gruppen in den großen
Auslauf, mit Bäumen (in Idaho Mangelware...) Spielzeug, Stegen, Wippe, Reifen
usw.
Vier von den Hündinnen sind derzeit heiß – sie
sind im ehemaligen Hühnerstall untergebracht, 2 davon in Einzelzwingern, 2
haben einen gemeinsamen Zwinger. Alle jeweils mit ständigen Zugang in den
Auslauf. Nachts kommen die „DraussenHunde“ in große VariKennels, die Carol ob
der derzeit recht niedrigen Temperaturen mit dicken Decken abdeckt. Jeder Hund
hat in seinem Zwinger eine eigene Hütte und jede Menge Spielzeug das auch
genutzt wird – sie fühlen sich wohl, das kann jeder erkennen.
Nach dem Abendessen in einem wunderschönen
Restaurant – ehemals eine Scheune – kommt Paddy zum ersten Mal von sich aus zu
mir und knabbert an der Kordel meines Pullovers ..... ;o)
Wir sitzen noch lange im Wohnzimmer der Greens
zusammen und fachsimpeln über unsere Hunde, Genetik usw.
Samantha liegt die ganze Zeit auf meinen Füssen
und fordert nachdrücklich Streicheleinheiten, und es ist auch immer mindestens
eine der Katzen da und will gekrault werden...;o)
01-03-2003, Samstag
Morgens besuchen wir eine Breakfast Bar und häufen
uns mit der ortsansässigen Landbevölkerung (Jeans, dreckige Stiefel &
Cowboyhüte) Cornbread, Sirup, Pancakes, Honeybacon usw auf unsere Teller. –
gebt mir einen Woche mehr und ich brauch kein Flugzeug nach Hause, ich kann
dann rollen...;o)) (lecker ist das Zeug! Wahnsinn!)
Mittags arbeiten wir mit den Hunden – macht total
spass, und dann geht’s zum sightseeing durch Boise, kleine Häuser aus Holz,
Spanplatten & Verkleidung (Metall, teilweise Holz), jedes mit Garten und
bald hinter jedem Haus steht mindestens ein Pferd auf der Koppel. Es wimmelt in
der Stadt von Mormonen, Idaho grenzt an Utah, bald an jeder Ecke ist eine
andere Kirche (wenn sie frei ist, also kein Walmart oder anderer
GiantSuperStore dort steht....).
Junge Mormonen in Uniform (dunkler Anzug mit
Abzeichen usw) radeln mit Helmen auf den Köpfen durch die Stadt, teilweise sind
sogar Männer auf Pferden in der Stadt unterwegs....
einen Stadtkern wie bei uns gibt es nicht, alles ist weitläufiger, man braucht
Platz – und ohne Auto ist man verlohren.
Boise liegt mitten in einer „jetzt“ Wüste, die
früher ein See war, das hat zur Folge das der Grundwasserspiegel sehr hoch
liegt, ca 5 meter unter der Oberfläche, es gibt einen größeren Fluss
(BoiseRiver), dessen Wasser aber nur aus der Schneeschmelze der umgebenden
Bergkämmem stammt. Gibt es keinen oder
wenig Schnee, so ist der Fluss – so wie jetzt – fast ausgetrocknet.
Boise hat 270 Sonnentage, und der wenige Regen,
der an den anderen Tagen fällt, reicht nicht um das Land zu bewässern, daher
gibt es überall in der Landschaft Pumpen und Leitungen zu den Feldern, auf
denen im Sommer Mais, Getreide und Kartoffel wachsen. Idaho ist „Potatocountry“ .
Jetzt ist dort wie bei uns Winter, alles trocken,
braun, verdörrt.
Außer vereinzelten Pinien & einigen wenigen
Birken sieht man keine Bäume, das Land ist flach wie ein Brett.
Dafür aber, wie schon erwähnt, hat bald jedes Haus
einen kleinen Paddok mit einem Pferd drauf.....;o))
Richtig Matschig ist es dort nie, der Boden,
zumeist sandig, saugt alles so schnell auf wie es vom Himmel kommt.
Die Hunde dort sind unglaublich sauber...;o))
Nach der Tour haben wir noch mit den Hunden etwas
Agility geübt, am späteren Abend waren wir noch mals in dem Restaurant vom
Vortag – lecker.
Als wir wieder zurück in Carols & Eds Haus
sind, ruft unsere gemeinsamt Freundin Chris aus Australien an – great! – wir
quatschen zu dritt fast 2 Stunden am Telefon – ist die moderne Technik nicht
wunderbar?? ;o))
02-03-2003, Sonntag
Sonntagmorgen nach dem Frühstück geht’s ab in den
Park, er liegt „mitten“ in der „Stadt“ und besteht zum größten Teil aus grünem
!!!! kurzen Grass und einigen Bäumen, Spielplätzen usw.
Und einem Gelände, auf dem der örtliche
Hundeverein seine ObedienceStunden abhält.
Susan, die Trainerin, steckt eine Art Parcours
auf, kleine orange nummerierte Hütchen,
daneben Schilder mit Anweisungen was an diesem Punkt zu tun ist – so was hab
ich noch nie gesehen.
Es ist eine neue Art von Obedience, bei der man
viel mit seinem Hund sprechen darf, und die Mensch und Hund unglaublich Spass
macht!
Carol führt Paddys Mom Samantha durch den
Parcours, ich hab Paddy an der Leine, der allerdings zunächst mehr an seiner
Mama und an Carol interessiert ist als an mir...;o))
Es sit sonnig und recht warm, gut 15°C, und auf
einmal sieht mein Hund mich an und kommt zu mir, geht brav mit mir mit, lässt
sich ablegen und mich um ihn rumlaufen.!
Nach dem Training liegen wir alle faul im Grass,
lassen uns die Sonne auf den Pelz brennen, und schließlich kommt Paddy von sich
aus zu mir und legt sich in meinem Schoss.... was für ein Gefühl! Also findet
er mich doch nicht sooo unsympatisch! ;o))
Später suche ich noch mal kurz Toy R Us heim,
kaufe für Felix ein Baseballset mit Schläger & Ball und für Alysia &
Felix Musikkassetten und Spiele, - hatte ich den beiden versprochen.
Abends sitzen wir wieder lange zusammen, Carol
zeigt mir ihr und Eds Motorhome – mit 3-sitzer Sofa, Doppelbett, Bad mit
Badewanne!!!, Sat-TV, Küche, Sesseln usw. Und der absolute Abschuss: es gibt
sogar eine gesonderte Badewanne mit Warmwasserdusche für die Hunde!!!
Aber irgendwie verständlich wenn man bedenkt, das
es nur eine Show „in der Nähe“ (6 Stunden fahrt ) gibt und alle anderen
mindestens 2 Tage einfache Fahrt weg stattfinden.
Selbstverständlcih gibt es auch einen ausziehbaren
und höhenverstellbaren Trimmtisch für die Hunde, jede Menge Stauraum usw. Was
für ein Teil! * beineid *
Später mache ich noch Fotos von den Hunden für
Carol, ihre Aussies können laufen, der pure Wahnsinn!
Und dann gibt es ein Problem:
NorthWest Airlines befördert Hunde nur bis zu
einer Mindesttemperatur von 10°F (-13°C), sprich, wenn diese Themperatur bei
der Landung der Flugzeuge in Minneapolis & Detroit nicht mindestens
vorhanden ist, dann wird Paddy nicht befördert: Sonntag hatte es zur
entsprechenden Zeit in Minneapolis 2°F und in Detroit 5°F – da wäre nix mit
fliegen!
Und der Wetterbericht spricht von einem Tief aus
Canada, es soll Schnee geben und kalt werden....
Was wird aus meinem Rückflug morgen früh???
03-03-2003, Montag
Um 08.05 Uhr Ortszeit geht mein Flieger von Boise,
2 Stunden vorher sollen wir mit Hund am Flughafen sein.
Um 4 Uhr früh rufen Carol und ich dort an, ob wir
überhaupt kommen sollen, was der Wetterbericht für Minneapolis und Detroit
sagt??
Derzeit wäre es noch sehr kalt dort, weit unter
den erforderlichen 10°F, wir sollten aber kommen, es könnte klappen mit dem
Flug, die beiden Flughäfen würden ja erst zur Mittagszeit und am späten
Nachmittag angeflogen.
Und so laden wir mein Gepäck und Paddy in den Van
und machen uns auf den Weg nach Boise/Flughafen.
Die Dame am Schalter ruft in Detroit &
Minneapolis an, fragt nach der Wetter und Themperaturvorhersage, scheinbar
bekommt sie eine positive Auskunft, denn innerhalb kürzester Zeit ist Paddy
eingecheckt und wird nach hinten gebracht – guten Flug mein Kleiner!
Der Sicherheitscheck hier auf dem Flughafen ist
heftig: Jedes Gepäckstück wird komplett ausgeräumt und neu gepackt – hätte ich
das gewusst, dann wäre ich mit ungepackten Koffer & Tasche erschienen – hat
mich fast ne Stunde gekostet das ganze Zeugs reinzuschlichten! ;o)) Der
„Ausräumer“ hatte auch ganz schön zu tun wieder alles in Koffer & Tasche zu
bekommen......;o)) – selber Schuld!
Ich verabschiede mich von Carol & Ed, dann
geht es in den oberen Bereich des Flughafens, Passkontrolle & warten auf
den Flieger.
Pünktlich um 8.05 Uhr geht es weiter nach
Minneapolis, als ich den Flieger betrete frage ich die Stewardess nach meinem
Hund – es sei alles in Ordnung, er sei schon am Bord – und was er für ein
„Cutie!“ sein....;o))
Es wird ein ruhiger Flug nach Minneapolis, dort ist
jede Menge Schnee und es ist kalt, sehr kalt, gerade mal 9°F (ca –12°C).
Als wir gelandet sind, wartet schon der kleine Van
von Priority Pet, ein Mann springt aus dem Van und wirft sofort eine dicke
Decke über Paddys VariKennel, als der mit dem Band aus dem Laderaum des
Flugzeuges kommt. Es ginge ihm gut, meint die Stewardess, die für mich in der
Tierstation des Flughafens anruft.
Um 13.15 Uhr soll es weiter nach Detroit gehen,
dort hat es derzeit 7°F (-14°C), und es fällt mir ein riesen Stein vom Herzen
als die Stewardess mir die Ladebestätigung für meinen Hund in die Hand drückt –
er ist an Bord, gott sei dank!
Es ist sehr kalt, sehr stürmisch und es schneit
mittlerweile hier in Minneapolis, und die kleinen LKWs mit den
Enteiservorrichtungen, sie sehen aus wie Hebebünen mit Kabinen & Spritzen
vorne dran, sind ständig im Einsatz.
Schneefräsen sind auf der Start & Landebahn
unterwegs, auch hier fahren Enteiserfahrzeuge und sprühen ihr Mittel auf die
Bahn.
Wegen des ekeligen Wetters geht es erst gegen 14.10
Uhr, mit einer Stunde Verspätung, weiter nach Detroit.
Um 16.20 Uhr sind wir schliesslich in Detroit,
auch hier Eis und Schnee..... und 10 Minuten Zeit um ans andere Ende des
Flughafens zu kommen und den Fleiger anch Frankfurt zu erreichen!
Im Laufschritt geht es zum Shuttletrain, dann zum
Schalter – ist mein Hund schon an Bord??
Ich warte draußen am Gate bis mir die Stewardess
die Ladebescheinigung in die Hand drückt und gehe erst dann an Bord der DC 10.
Aus dem Fenster kann ich gerade noch den Wagen von Priority Pet abfahren sehen
– gut gemacht Freunde! ;o))
Auch hier in Detroit wird das gesamte Flugzeug
wieder mit Taulösung besprüht, es schneit als wir pünktlich starten stark.
Der Flieger ist ziemlich leer, ich habe die
gesamte mittlere Reihe für mich alleine – 5 Sitze: sooo breit bin ich nu auch
wieder nicht!!! ;o)
Es wird zu Anfangs ein ruhiger Flug, was sich aber
schlagartig über St.John ändert: kaum erreichen wir die LabradorSea, beginnen
hefitge Turbulenzen, die bis kurz vor Amsterdam anhalten, und das
„FastenSeatbelt“ Sign ist ständig an. Wir wanken nur noch auf dem Weg zu
Toilette und Waschraum, nach diesem Flug brauch ich nie wieder Achterbahn!
Armer Paddy im Laderaum!
Irgendwann schlafe ich – sitzend, ans Hinlegen ist
bei diesem Höllenflug wahrlich nicht zudenken, obwohl Platz genug wäre! – ein,
und wache erst gegen 5.30 Uhr MEZ (habe meine Uhr kurz nach dem Start in
Detroit wieder auf deutsche Zeit gestellt) auf, wanke (immer noch arge
Turbulenzen) zum Waschraum – schon mal ohne sich zu bewegen die Zähne
geputzt??? Macht heute morgen das Flugzeug für mich! ;o) – und wieder zurück.
Habe sehr schlecht geschlafen, und bekomme kaum
meine Augen auf, keinen Hunger auf das gegen 6 Uhr servierte Frühstück
(Egg&CheeseMuffin, Joghurt, Obstsalat & ne Cola – Tee oder Kaffe aus
der Tasse ist auf diesem Flug unmöglich! )– suche meine Sachen zusammen und
hoffe auf eine baldige Landung.
Und wirlich: gegen 6.45 Uhr landen wir in
Frankfurt, es ist sehr nebelig unter den Wolken , über den Wolken kann ich noch
schnell ein Bild von einem wundervollen Sonnenaufgang schiessen – ist
verwackelt, anders ist es gar nicht möglich, ständig fallen wir in
Luftlöcher...:o((
Wir sind fast eine dreiviertel Stunde zu früh, und
verlassen bereits gegen 7 Uhr morgens das Flugzeug, ich sammle zuerst meine
Tasche & meinen Koffer auf und gehe dann zur Sperrgepäckausgabe, frage nach
Paddy.
Und sofort merkt man, das wir wieder zurück in
Deutschland sind: die vorher aufgesuchten Toiletten waren ohne Papier &
nicht gerade sauber udnd er Mensch am Sperrgepäckschalter sit ausgesprochen
unfreundlich als ich frage wie lange ich auf meinen Hund warten
müsse.....“Weiss Ich auch nicht! Müssen Sie halt einfach warten!“ raunzt er mir
schlecht gelaunt zu.
Nagut dann warte ich halt, aber direkt vor dem
Aufzug, nicht das er mich länger als unbedingt nötig auf Paddy warten lässt!
Ca 20 Minuten später kommt endlich der Aufzug mit
Hund an Bord in am Sperrgepäckschalter an, ich sammle den sich wie verrückt
über mich freuenden Welpen ein, hieve ihn auf den Gepäckkarren und meinen
Koffer, die große Tasche und meinen Rucksack oben drauf und marschiere frech
zum Schalter auf dem steht: „keine zu verzollenden Waren“ ;o) – der junge
Beamte Grenzschutzes ?? hält mich an, fragt nach den Papieren für den Hund, er
will aber nur die Tollwutbescheinigung und das Gesundheitsattest sehen, sonst
nichts, und so marschieren wir nach Kontrolle dieser ohne noch mal angehalten
zu werden aus der Gepäckausgabe. ;o))
Draußen rufe ich Susanne an, die mich abholen
soll, sie ist schon auf dem Weg. Ich fahre mit der Gepäckkarre nach draußen,
Paddy soll mal ein wenig Luft schnappen dürfen, es dauert schon noch etwas, bis
ich ihn endlich aus seiner Kiste erlösen kann...
Er ist total lieb, guckt mich mit seinen schönen
Augen an, hat keine Angst vor den großen Omnibussen und den quitschenden
elektrischen Gepäcktransportfahrzeugen. Überhaupt macht er einen sehr
ausgeglichenen Eindruck, so das ich schließlich entscheide, ihn an der Leine
aus der engen Kiste, in der er die letzten fast 17 Stunden verbracht hat, zu
hohlen. Neugierig guckt er sich um, schnuppert, macht eine kleine Pfütze und
begrüßt mich dann überschwänglich – er kennt mich noch! ;o)
Ich lasse ihn ein wenig neben meiner Gepäckkarre
her laufen, gehe mit ihm an der Bushaltestelle auf und ab und packe ihn
schließlich wieder in den Varikennel – begeistert ist er aber hiervon nicht.
Susanne kommt, wir laden Paddy & Gepäck in den
Kombi, in dem schon Bonny, Susannes BorderCollieDame und Pipers Wurfschwester,
wartet.
Und dann erst mal raus aus dem ekeligen Frankfurt.
Zwischendurch halten wir an, genehmigen uns einen
Hamburger & Kaffee, und den Hunden einen kleinen Spaziergang.
Paddy läuft nahezu aus, seine „Pfütze“ hätte auch
von einem Pferd stammen können!!! ;o)
Gegen 11 Uhr sind wir endlich wieder im Vogelsberg
– und hier scheint tatsächlich die Sonne!
Welcome Home, Paddy!